TRADEmark – IoT-basiertes Daten- und Prozessmanagement im Handwerk

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und insbesondere Handwerksbetriebe kämpfen häufig mit manuellen, fragmentierten Prozessen. Mobile Tätigkeiten an wechselnden Orten sowie der Einsatz von vielfältigem Personal, Werkzeugen und Materialien führen zu Ineffizienzen und Intransparenz. Bestehende Softwarelösungen zur Überwindung dieser Probleme sind meist zu komplex, teuer oder nicht auf branchenspezifische Bedürfnisse zugeschnitten – insbesondere, wenn es um die Integration von Echtzeitdaten geht.

Das Forschungsprojekt „TRADEmark“ zielte darauf ab, Handwerksbetriebe bei der Digitalisierung, Automatisierung und Planung ihrer Verwaltungs- und Wertschöpfungsprozesse zu unterstützen. Der zugrundeliegende Kerngedanke ist die nahtlose und nutzbringende Integration von Daten aus dem Internet of Things (IoT) in das moderne Geschäftsprozessmanagement (GPM).

Die Universität Regensburg, die Maxsyma GmbH & Co. KG sowie drei Anwendungspartner aus dem Handwerk entwickelten gemeinsam ein kontextsensitives System für ein zeitgemäßes GPM. Über Technologien wie Bluetooth-Low-Energy-Tags und Mikrocontroller werden präzise Echtzeit-Standortdaten von Werkzeugen und Materialien erfasst. Eine eigens entwickelte Ontologie verknüpft diese Ressourcen semantisch mit den jeweiligen Aufgaben. Durch eine ortsbezogen erweiterte Prozessmodellierung und Complex Event Processing lassen sich hochfrequente IoT-Daten in Echtzeit verarbeiten. Arbeitsaufträge können so dynamisch und automatisiert an verfügbare Mitarbeitende verteilt werden.

Die erfolgreich evaluierte Lösung bietet KMU im Handwerk eine flexibel skalierbare Plattform. Zu den Ergebnissen zählen eine gesteigerte Effizienz durch die Automatisierung von Routineaufgaben (z. B. Werkzeugrückverfolgung), eine deutlich verbesserte Transparenz über betriebliche Abläufe und eine resiliente Planung, die autonom auf unvorhergesehene Ereignisse reagiert.

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