Das selektive Elektronenstrahlschmelzen ist ein additives Fertigungsverfahren zur Herstellung hochkomplexer, metallischer Bauteile insbesondere für die Energie-, Medizin- und Luft- und Raumfahrttechnik. Ziel des Projekts ist die Entwicklung neuartiger, simulationsgestützter Prozessstrategien mit dem Fokus auf Effizienzsteigerung, Ressourcenschonung und Defektvermeidung.
Kern der Innovation ist die Einführung einer quasi-simultanen Punktbelichtung: Der Elektronenstrahl springt dabei mit extrem hoher Geschwindigkeit zwischen mehreren Belichtungspunkten, wodurch die Interaktionszeit mit dem Material stark verkürzt und die eingebrachte Wärme besser genutzt wird. Diese Strategie wird durch eine geometrische Vorverarbeitung der Schmelzflächen in Kombination mit einem heuristischen Algorithmus zur Belichtungsplanung realisiert. So können die Prozesszeit und der Energiebedarf signifikant reduziert werden. Gleichzeitig werden prozessinduzierte Defekte resultierend aus langen Prozesszeiten mit einhergehender Abkühlung minimiert.





